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Reagan-Lecture gab wichtige Impulse zum Thema Freiheit

Dass Ronald Reagan ein überzeugter Kämpfer für die Freiheit und ein großer Freund Deutschlands war, wussten die meisten Teilnehmer der Reagan-Lecture am 12. Juni 2012 sicher schon vor der Veranstaltung. Dass er aber auch als begnadeter Witzeerzähler galt, der trotz mancher Weltkrisen den nötigen Humor nicht verlor, ist eines der Resultate der Diskussion im Mauermuseum - Museum Haus am Checkpoint Charlie.

Die JU hatte im Rahmen der Grundsatzprogrammdiskussion zur morgendlichen Debatte geladen und über 100 Gäste waren der Einladung an jenen Ort gefolgt, an dem Reagan 1982 bei seinem ersten Besuch als US-Präsident den weißen Grenzstrich zwischen Ost und West symbolisch überschritten hatte. Für ihn waren die deutsche Wiedervereinigung und das Ende des Kalten Krieges schon zu diesem Zeitpunkt eine Herzensangelegenheit. Darauf wies auch Museumsdirektorin Alexandra Hildebrandt in ihrer Eröffnungsansprache hin.

JU-Chef Philipp Mißfelder betonte, wie sehr Präsident Ronald Reagan und Bundeskanzler Dr. Helmut Kohl die Geschicke der Weltpolitik in jenen Jahren prägten und zum Besseren leiteten. Die JU sei beiden Staatsmännern für ihre Leistungen dankbar und die Lecture solle ein Beitrag dazu leisten, die Erinnerung wachzuhalten.

US-Botschafter Philip D. Murphy resümmierte, dass die Person Ronald Reagan zeige, was mutige Politiker mit Weitsicht, Charisma und klaren Werten zu erreichen vermögen. Reagan habe sich schon zu einem frühen Zeitpunkt für den Dialog mit der Sowjetunion stark gemacht, ohne die eigenen Überzeugungen zu verleugnen. Das habe in Moskau Eindruck gemacht. So seien die Worte Reagans "Tear down this wall" und "Open this gate" in den Staaten des damaligen Ostblocks bis heute unvergessen. Die Entwicklungen seien anschließend auch deshalb in Fahrt gekommen, weil die USA und Reagan keinen besseren Verbündeten als Bundeskanzler Kohl hätten haben können.

Gleiches bestätigte auch der damalige Vize-Kanzleramtschef Professor Dr. Horst Teltschik, der als außenpolitischer Berater Kohls am 12. Juni 1987 mit dabei war, als der US-Präsident die fast prophetischen Worte an die Weltöffentlichkeit richtete. Entscheidend sei gewesen, dass Reagan Friedenspolitik ohne Appeasement betrieben habe.

Charles King Mallory IV, seines Zeichens Direktor des Aspen Institute in Deutschland, erinnerte sich ebenfalls positiv an die Rede vor dem damals noch geschlossenen Brandenburger Tor. Viele hätten erst später erkannt, wie Recht der mächtigste Mann der Welt in diesem Moment hatte und was Berlin und Deutschland Reagan heute verdanken.

So blieb es Unions-Außenpolitiker Karl-Georg Wellmann MdB überlassen, daran zu erinnern, dass der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, auf Anfrage ein derartiges Desinteresse am ehrenden Gedenken Reagans zeigte, dass sich eine bürgerliche Veranstaltung zum Jubiläum geradezu aufgedrängt habe. Darüber hinaus plädierte Wellmann für einen intensiveren Jugendaustausch zwischen Deutschland und den USA. Die transatlantische Partnerschaft blicke auf große Momente zurück. Dies alleine reiche aber nicht - sie müsse auch eine Zukunft haben.

Die Rede Ronald Reagans am 12. Juni 1987 in Berlin war ein Lehrstück für Freiheit und Demokratie, für Hoffnung und politischen Willen. Und damit im besten Sinne Vorbild für ein Grundsatzprogramm, das diesen Namen verdient.

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